Wie pumpe ich mein Fahrrad richtig auf?

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Wie pumpe ich mein Fahrrad richtig auf?

Viele Handpumpen besitzen heute universelle Pumpenköpfe für verschiedene Ventilarten.

Tipps zum richtigen Aufpumpen der Fahrradreifen

Sind die Reifen richtig mit Luft gefüllt, rollt das Fahrrad am besten und vor allem am sichersten. Der optimale Reifendruck für das Fahrrad wird mit der richtigen Fahrradpumpe hergestellt. Handelt es sich um eine gute Fahrradpumpe, werden nur wenige Hübe benötigt, um den Fahrradreifen mit dem richtigen Druck aufzupumpen. Dabei unterscheiden sich die Reifendrücke je nach verwendeter Fahrradart bzw. Reifenart. So benötigen beispielsweise Trekking- oder Cityräder einen Reifendruck von etwa 3 bis 4 bar, Reifen eines Mountainbikes einen Reifendruck von etwa 2,5 bar und Rennradreifen mit etwa 8 bar den höchsten Reifendruck.

Viele Handpumpen besitzen heute universelle Pumpenköpfe für verschiedene Ventilarten.

Viele Handpumpen besitzen heute universelle Pumpenköpfe für verschiedene Ventilarten.

Die verschiedenen Ventilarten

Die unterschiedlichen und bei Fahrradreifen verwendeten Ventilarten stellen die Benutzer immer wieder vor Herausforderungen, um auch die richtige Fahrradpumpe zu verwenden. Außerdem stellt die Verwendung der Ventile und auch der Fahrradpumpen die Benutzer immer wieder vor Schwierigkeiten. Relativ einfach funktioniert das Aufpumpen der Fahrradreifen, wenn das richtige Werkzeug, also die richtige Fahrradpumpe, für das entsprechende Ventil am Fahrradreifen verwendet wird. Doch nun zu den unterschiedlichen Ventiltypen:

Mittlerweile häufig auch bei Fahrradreifen eingesetzt werden die sogenannten Schraderventile, wie man diese auch am Autoreifen vorfindet. Häufig werden die Ventile auch als amerikanische Ventile bezeichnet. Sie bestehen aus einem Ventilkörper, welcher von einem Ventileinsatz mit Gewinde umgeben ist. Der Ventilkörper selbst wird

Das Presta-Ventil (links) und das Schrader- oder amerikanisches Ventil (rechts).

Das Presta-Ventil (links) und das Schrader- oder amerikanisches Ventil (rechts) sind die gängigsten Ventilarten.

heruntergedrückt und ist bei geöffneter Ventilkappe als kleiner Stift zu sehen. Zu finden sind diese Ventile an weniger teuren Fahrrädern oder auch Mountainbikes. Um das Ventil zugänglich zu machen und die Fahrradpumpe zu verwenden, wird einfach die Gummikappe oben abgeschraubt. Sinnvoll ist es, von Zeit zu Zeit zu überprüfen, ob das Ventil auch noch fest in der Halterung sitzt. Mit einem entsprechenden Ventilschlüssel an dieser Arbeit sehr schnell und einfach vorgenommen werden. Die Fahrradpumpe wird in der Regel auf das Ventil aufgesetzt und mithilfe eines Hebels gesichert. Anschließend kann der Reifen aufgepumpt werden.

Presta-, Schrader- oder welches Ventil eigentlich?!

Hingegen sind die sogenannten Presta-Ventile, häufig werden sie auch als französische Ventile oder Sclaverandventile bezeichnet, vor allem bei Straßenbikes der höheren Preisklasse zu finden. Sie sind etwas länger und schmaler im Durchmesser als die eben genannten Schraderventile und besitzen einen externen Ventileinsatz, der durch eine längliche Ventilkappe geschützt wird. Zum Aufpumpen in der Reifen mit der Fahrradpumpe muss zunächst die Schutzkappe abgenommen und die kleine Metallkappe am Ventilsystem gelöst werden. Letztere wird allerdings nicht komplett abgenommen, sie sollte sich nur etwas anheben lassen. Drückt man auf den Ventileinsatz, so kann Luft aus dem Reifen entweichen. Die Metallkappe ist nun richtig gelockert, und der Reifen kann mit der passenden Fahrradpumpe aufgepumpt werden. Natürlich muss auch eine passende Fahrradpumpe für die Presta-Ventile verwendet werden. Ist eine solche nicht vorhanden, so kann auch ein Adapter eingesetzt werden, um die Reifen mit einer gewöhnlichen Fahrradpumpe für Schraderventile aufzupumpen.

Den richtigen Reifendruck sollte man stets vor der Abfahrt kontrollieren.

Den richtigen Reifendruck sollte man stets vor der Abfahrt kontrollieren.

Früher am häufigsten bei Fahrradreifen eingesetzt wurden die sogenannten Blitzventile, die auch als Dunlopventile bekannt sind. Die Reifen mit diesen Ventilen werden mit einer gewöhnlichen Fahrradpumpe aufgepumpt, nachdem der Ventilschutz in Form einer kleinen Gummikappe abgenommen wurde.

Auf den richtigen Luftdruck kommt es an

Der richtige Luftdruck ist in der Regel auf der Seitenwand der Reifen als Wertebereich angegeben. Unter den angegebenen Mindestdruck sollte der Reifendruck auf keinen Fall abfallen. Sinnvoll ist es auch, nach einigen Tagen den Luftdruck noch einmal zu überprüfen. Es kann immer wieder zu Undichtigkeiten kommen, sodass Reifen oder Schläuche ersetzt werden müssen. Sinnvoll ist es auch, eine handliche Fahrradpumpe mitzuführen, sollte unterwegs auch etwas frische Luft für die Reifen benötigt werden. Falls keine Druckanzeige an der Fahrradpumpe vorhanden ist, so sollten die Reifen so lange gefüllt werden, bis sie einerseits fest sind, sich andererseits aber noch ein wenig eindrücken lassen. Übrigens sollten die Ventilkappen immer wieder aufgeschraubt werden, damit die Ventile nicht schmutzig oder beschädigt werden können.

Praktische Hand- und Standpumpen gibt es zum Beispiel von CONTEC (www.contec-parts.de) oder auch von Crankbrothers (www.crankbrothers.com).

Bilder: iStock/Hersteller

 

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